Erteilung der Aufenthaltserlaubnisse

zum Zweck der Erwerbstätigkeit (Business-Migration)
zu Studienzwecken
zu Zwecken des Ehegattennachzugs und Familienzusammenführung
zum Zweck der nichtselbständigen Beschäftigung (Arbeitserlaubnis)
Blaue Karte (für Hochqualifizierte)
aus humanitären Gründen
zum Daueraufenthalt – EU

Erteilung der Niederlassungserlaubnis
Erteilung des Schengener-Visums
Abschiebung
Abschiebehaft
Einbürgerung
Vertretung in gerichtlichen Verfahren nach Ablehnung der Anträge (Klage und Eilantrag)

Fragen und Antworten

1. Welche Arten der Aufenthaltstitel werden in Deutschland erteilt?

Es gibt befristete und unbefristete Aufenthaltstitel. Die unbefristeten Aufenthaltserlaubnisse sind nur die Niederlassungserlaubnis und Daueraufenthalt-EU für EU-Bürger.
Alle anderen Aufenthaltstitel, die oben aufgezählt sind, sind befristete Aufenthaltstitel. Das Schengener-Visum wird durch die Konsularabteilung der deutschen Auslandsvertretung erteilt.

2. Wie läuft das Verfahren zur Erteilung der Arbeitserlaubnis ab?

Der Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis können Sie bei der Konsularabteilung, oder wenn Sie sich legal in Deutschland befinden bei der Ausländerbehörde stelle.

Die Ausländerbehörde entscheidet dann in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monate über den Antrag. Im Falle einer Ablehnung haben Sie die Möglichkeit der Erhebung einer Klage.

Wenn die Ablehnung durch die Konsularabteilung erfolgt, dann können Sie mit unserer Hilfe die Klage beim  Verwaltungsgericht in Berlin einreichen.

3. Unter welchen Bedingungen kann ich als Ausländer arbeiten bzw. selbständige Tätigkeit ausüben?

Als Ausländer dürfen Sie in Deutschland nur dann arbeiten, wenn Sie eine gültige Arbeitserlaubnis haben.

Dies können die Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung der selbständigen oder unselbständigen Arbeit oder ein Aufenthaltstitel sein, welches per Gesetz zu einer Beschäftigung berechtigt.

Die geduldeten Ausländer oder Asylbewerber dürfen einer Tätigkeit in Angestelltenverhältnis nachgehen, wenn die Ausländerbehörde die Erlaubnis separat erteilt. Mit dieser Erlaubnis darf man nur bei einem bestimmten Arbeitgeber arbeiten.

4. Wie kann man mit Duldung eine Aufenthaltserlaubnis erhalten?

Der Übergang von einer Duldung zu einer Aufenthaltserlaubnis gestaltet sich in der Praxis nicht einfach, dennoch kann ein Ausländer, der zur Ausreise verpflichtet ist und die Unmöglichkeit der Abschiebung nicht zu vertreten hat, einen Anspruch auf Aufenthaltserlaubnis erhalten. In manchen Fällen besteht die Möglichkeit der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis, wenn der Ausländer z.B. eine/einen Deutschen heiratet.

5. Welche Voraussetzungen gelten für den Familiennachzug?

Grundsätzlich muss derjenige, zu dem der Nachzug stattfinden soll einen Aufenthaltstitel  oder deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und über ein gesichertes Einkommen verfügen. Auch muss ausreichend  Wohnraum vorhanden sein. 

6. Können meine Kinder/Eltern/ andere Verwandte nach Deutschland kommen?

Die Kinder, ihre Eltern und Ehegatten können in Deutschland die Familieneinheit herstellen, wenn wie im Punkt  5 beschrieben, die einladende Person einen Aufenthaltstitel besitzt.

Für andere Verwandte müssen besondere Umstände/Härte vorliegen, damit sie einen Aufenthaltstitel bekommen. Eine besondere Härte stellt die Notwendigkeit der Pflege der erkrankten Personen dar.

7. Wem und wann wird die Niederlassungserlaubnis erteilt?

Die Niederlassungserlaubnis wird in der Regel nach 5 Jahren des rechtmäßigen Aufenthalts und beim Vorhandensein des gesicherten Einkommens, Integration und hinreichenden Deutschkenntnissen erteilt. Es müssen zudem 60 Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden.

Es gibt jedoch viele Ausnahmen, die Ihnen in der persönlichen Beratung je nach Fallkonstellation erläutert werden können.

Das Gesetz sieht für bestimmte Gruppen  (wie z.B. anerkannte Flüchtlinge oder Ehegatten) auch kürzere Fristen des Aufenthalts vor (drei Jahre).

8. Wie erlange ich deutsche Staatsangehörigkeit/Staatsbürgerschaft?

Sie haben einen Anspruch auf die Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit, wenn Sie sich seit 8 Jahren legal in Deutschland aufhalten, ein Einkommen haben, gut integriert sind, ausreichen Wohnraum haben,  deutsche Sprache hinreichend beherrschen und nicht zu einer Straftat verurteilt sind (in der Regel liegt die Grenze bei nicht mehr als drei Monaten oder 90 Tagessätzen der Geldstrafe)

Vor Ablauf von 8 Jahren hat die Ausländerbehörde einen Entscheidungsspielraum.

Wichtige Frage ist für viele Antragsteller die Beibehaltung der bisherigen Staatsangehörigkeit.

Wir helfen Ihnen dabei, die Möglichkeiten in der Gesetzeslage zu Ihren Gunsten auszunutzen.

Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.


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